em-tagebuch | halle – hamburg – luzern – magdeburg


türkiye
Juni 16, 2008, 8:23 am
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meine mutter rief mich gestern abend gegen halb zwölf an und fragte, ob ich fußball geschaut hätte. natürlich habe ich fußball geschaut und war sehr gelangweilt. wenn der tatort nicht so komisch begonnen hätte, wäre fußball sicher nur zweite wahl gewesen, ich schaute und langweilte mich bis zum 1:2 der türken. zwischendurch freute ich mich über das 1:0 der schweiz und amüsierte mich nach dem 1:2 nur wenige minuten über herrn rethy, der von fünfzehn dramatischen minuten sprach. dramatisch? die letzten fünfzehn minuten? die tschechen geben das spiel noch mal aus der hand? nein. dann das 2:2 und ich dachte:
juhu, elfmeterschießen! noch mehr tore!
und schon fiel das 3:2 und ich muss zugeben, dass ich mich freute. ich freue mich oft mit und für mannschaften und fans, die sich freuen, richtig freuen, nicht so ein
„ok, wir sind weiter, war ja zu erwarten, yippie.“
was meine mutter genau sagte, weiß ich nicht mehr, es war zu spät um zu denken, begeistert war sie nicht und sie sagte, das deutschland gegen portugal ausscheiden wird. viertelfinale. das ist ja nichts neues.

kaiserin



chrüsimüsi in der sz
Juni 13, 2008, 7:44 pm
Filed under: hopp schwiiz, ländervergleich | Schlagwörter: ,

heute in der sz geht es auf der medienseite um das wort chrüsimüsi und die frage, ob es das überhaupt gibt. natürlich gibt es das chrüsimüsi, sonst hätte ich es nicht erwähnt, aber „was ist krüsimüsi, und gibt es das wirklich? nach angaben von wolf-dierter poschmann ist krüsimüsi der schweizerische ausdruck für rudelbildung.“
sprach poschi wirklich von rudelbildung im zusammenhang mit chrüsimüsi und wie kommt man überhaupt auf die idee, ein schweizerdeutsches wort vorne mit k zu schreiben? chrüsimüsi bedeutet, wenn ich es richtig interpretiert habe, nichts weiter als durcheinander und durcheinander war die zuordnung der schweizer hintermannschaft im spiel gegen die türkei.
der redakteur der sz siniert über seine ergebnisse bei seiner suche über google nach krüsimüsi, während ich beim lesen erst an ihm, dann an mir zweifelte. ist diese naive bis dumme art seine absicht und ich verstehe es nicht? besteht wirklich ein so großes sprachproblem zwischen deutschen und schweizern? oder verstehe ich den humor der deutschen nicht mehr?
leider ist unsere schweizer schreiberin bis auf weiteres abwesend und ich kann nicht direkt nachfragen, doch ich werde eine ansprechperson finden, die mir auskunft geben wird und mich vermutlich auslachen wird, wenn ich vor ihr stehen würde und frage, nach chrüsimüsi. doch ich schreibe, chrüsimüsi zwar, aber immerhin.

kaiserin



wasserball
Juni 12, 2008, 4:47 pm
Filed under: beine brechen, hopp schwiiz, ländervergleich

verloren. vorbei. schade. was die herren da geboten haben, war aber definitv fussball und daher müssen sie keine band gründen, sondern brav weitertschutten. erst war’s lustig, weil pflotschig, dann traurig. und die enttäuschung ist gross.

die wassermassen auf dem rasen fand ich super! sie führten auch dazu, dass herr hüppi (halbzeitgespäch-mit-alain-suter-moderator) irgendwas von wasserballett erzählte. es wäre  
bestimmt recht amüsant, die erste halbzeit ohne kommentar, stattdessen mit klassischer musik im hintergrund zu schauen. er türkische trainer hatte was von rumpelstilzchen. und köbi – unser  
aller köbi – war wie immer ruhig und am ende noch ruhiger.

die euROphorie der schweiz lässt nun erstmal nach. meine these ist aber, dass sich wohl alle nach dem ersten schock für das fänen für irgendeine andere mannschaft entscheiden werden. sind wir schweizer uns ja gewohnt. so hängen auch immer mehrere verschiedene fahnen in den fenstern oder an den autos.

heute daumendrücken für herrn klose und so.  und morgen egal für wen, einfach nicht für italien.

tschutterin



heute üben wir uns in optimismus!
Juni 11, 2008, 8:01 am
Filed under: hopp schwiiz, tipps | Schlagwörter: ,

die schweiz gewinnt!

kaiserin



herr frei.
Juni 10, 2008, 11:40 am
Filed under: beine brechen, hopp schwiiz | Schlagwörter: , ,

das bein vertrüllet, das knie vermuelet. es war herzzerreissend. herzzerreissend schreib ich nur, weil ich dieses wort toll finde. aber schon ein wenig traurig. so fescht hät er müesse brüele… „euro futsch!“, lautete die schlagzeile vom blick. im gegensatz zur presse hat alex frei sich aber wieder beruhigt. berufsrisiko, sage ich.
trotzdem hopp schwiiz!

tschutterin



bemerkenswert
Juni 9, 2008, 9:15 am
Filed under: beine brechen, hopp schwiiz | Schlagwörter: , , , ,

die verletzung von alexander frei: sicherlich ist er ein wichtiger spieler für die schweiz, allerdings mag ich dieses rumgejammer nicht. fußball ist ein mannschaftssport und eigentlich kann jeder spieler ersetzt werden. dass es geht, hat die deutsche mannschaft in der em-qualifikation ohne herrn ballack gezeigt. herr ballack wird aber eh überschätzt. die schweiz wird es gegen die türkei auch beweisen!

lukas podolskis torjubel: beim ersten tor war er noch sehr zurückhaltend, beim zweiten schon etwas euphorischer. beim bäcker sah ich heute morgen die bild-zeitung: „podolski putzt die polski“. vermutlich wird diese tatsache die meinung über ihn in polen mehr prägen als sein „torjubel“. da hätte er sich auch richtig freuen können, zumal es ja generell vermutlich eine bewusste entscheidung war, nicht für die polnische, sondern für die deutsche nationalmannschaft zu spielen.

-special agent günter netzer



rotwiis
Juni 7, 2008, 3:13 pm
Filed under: hopp schwiiz

…sind heute nicht die pommes, sondern alles. menschen, autos, schaufenster, noch mehr menschen. das schweizer fernsehen berichtet seit 8uhr in einer sondersendung rund um das eröffnunsspiel. sie sind an verschiedenen schauplätzen (medienzentrum, fanmeile, bei sicherheitsleuten, vip-lounge, im altersheim mit stadionanschluss, bei den mcdonalds-kids, bei beni vor dem hotel,…). gleich beginnt die eröffnungszeremonie. und dann heisst:
hohohoopp schwiiz!

tschutterin